Tödliche Schufterei – oder lebensbejahendes Wirtschaften? Ein Plädoyer für einen wohltuenden Wandel

Nach wie vor befürchten einige Menschen, ohne Arbeit müßten sie verhungern. Nach wie vor glauben einige Menschen, ohne zivilisatorische Fortschritte wäre ein Leben und Überleben unmöglich. Nach wie vor träumen einige Menschen die Illusion vom Reichtum durch Geld, weshalb nach wie vor einige Menschen viel lebendige Dynamik opfern, um die erwünschte Wohlerzogenheit zu erlangen…

Worauf ist diese tragische Naivität zurückzuführen: auf eine mangelnde Bereitschaft zu wissen? auf eine Weigerung, sich anderes vorzustellen? auf den Erfolg der Manipulation durch die Medien und die daran gebundene Verunsicherung? auf eine subtile Heilserwartung?

Zweifellos hegt ein jeder Mensch Bedürfnisse, die jedoch nicht die Beleidigung unserer Freiheit und Würde durch verführerische Angebote begründen. Kennzeichnet eine gewandelte Wirtschaft nicht, daß sie statt auf Bedürftigkeit auf Erfüllung beruht? Welche Chance birgt diese (Er-)Lösung? Wenn das „Überleben des Lebens“ an einen Ausbruch aus der dramatischen Verkindischung gebunden ist, komme ich als potenziell reifer, autonomer, kluger Mensch um die Frage nicht herum, welchen Beitrag zum Wandel ich selbst leisten könnte.

Bertrand Stern
Siegburg, Oktober 2012